
Absturz im Zeitraffer: Die Union erreicht ihren Tiefpunkt – und keiner in Berlin will es wahrhaben

Es ist ein Befund, der einer politischen Bankrotterklärung gleichkommt. In der jüngsten Forsa-Erhebung sackt die CDU/CSU auf 21 Prozent ab – ein Wert, den die einst stolze Union zuletzt am 2. November 2021 verbuchte. Damals saß Angela Merkel noch im Kanzleramt, Olaf Scholz war noch nicht vereidigt, und die AfD dümpelte mit mageren neun Prozent auf einem abgeschlagenen neunten Rang vor sich hin. Heute, gut viereinhalb Jahre später, hat sich das politische Koordinatensystem der Republik grundlegend verschoben.
Vom Hoffnungsträger zum Sorgenkind
Friedrich Merz war einst mit dem Versprechen angetreten, die Union aus dem Merkel'schen Dämmerschlaf zu reißen und konservative Politik endlich wieder konservativ zu machen. Doch was ist davon geblieben? Wer den Wählern eine Kehrtwende verspricht und dann munter in der Großen Koalition mit der SPD weiterwurschtelt, der darf sich über schwindende Zustimmung nicht wundern. Die Quittung kommt nun mit eiserner Verlässlichkeit – Woche für Woche, Umfrage für Umfrage.
Wer das eigene Wahlversprechen vom „keine neuen Schulden" mit einem 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen beerdigt, der sollte sich über davonlaufende Wähler nicht wundern.
Die AfD enteilt – sechs Punkte Vorsprung
Während die Union taumelt, marschiert die AfD unbeirrt voran. Unverändert 27 Prozent messen die Demoskopen, was einem komfortablen Vorsprung von sechs Punkten auf die Christdemokraten entspricht. Die Blauen haben ihren Wert seit jenem November 2021 schlicht verdreifacht. Eine bemerkenswerte Entwicklung, die zeigt, wie tief der Graben zwischen den Wünschen der Bürger und der Politik des Berliner Establishments inzwischen klafft.
Noch dramatischer liest sich das Bild für die SPD. Die Genossen, die damals mit 25 Prozent noch die Spitze einnahmen, haben sich seither mehr als halbiert und sind auf den vierten Rang abgestürzt. Gemeinsam kommen die einstigen Volksparteien CDU, CSU und SPD nur noch auf klägliche 33 Prozent. Bei der Bundestagswahl waren es immerhin noch 44,9 Prozent. Ein Aderlass, der seinesgleichen sucht.
Ein Lichtblick fĂĽr die Liberalen?
Während ringsum die etablierten Kräfte bröckeln, gibt es immerhin eine Partei mit Aufwärtstendenz: Die FDP legt einen Punkt zu und erreicht erstmals seit Februar 2025 wieder jene magische Fünfprozentmarke, die zum Einzug in den Bundestag berechtigt. Nach GMS ist Forsa damit das zweite Institut, das den Liberalen nach der Wahl Wolfgang Kubickis zum Parteivorsitzenden eine Rückkehr ins Parlament zutraut. Ob dieser Effekt von Dauer ist, bleibe freilich abzuwarten.
Was diese Zahlen wirklich bedeuten
Hinter den nackten Prozentwerten verbirgt sich eine tiefe Vertrauenskrise. Die Bürger spüren, dass eine Politik, die Klimaneutralität ins Grundgesetz schreibt, Hunderte Milliarden an neuen Schulden anhäuft und gleichzeitig bei innerer Sicherheit und Migration versagt, nicht mehr in ihrem Interesse handelt. Wer sich täglich mit ausufernder Kriminalität, steigenden Lebenshaltungskosten und einer Inflation konfrontiert sieht, die durch immer neue Schuldenprogramme befeuert wird, der wendet sich ab. Und das ist nicht allein die Meinung unserer Redaktion, sondern offenkundig die eines beachtlichen Teils des deutschen Volkes.
In Zeiten politischer Instabilität und schwindenden Vertrauens in Papierwährungen und Regierungsversprechen besinnen sich kluge Anleger zunehmend auf bewährte Werte. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben über Jahrhunderte hinweg bewiesen, dass sie Vermögen schützen, wenn die politische und wirtschaftliche Verlässlichkeit erodiert. Als solide Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio bieten sie genau jene Beständigkeit, die der Politik dieser Tage so schmerzlich fehlt.
Hinweis: Dieser Beitrag gibt die Einschätzung unserer Redaktion auf Grundlage der uns vorliegenden Informationen wieder und stellt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigenständig zu recherchieren und trägt die Verantwortung für seine Entscheidungen selbst. Für individuelle Fragen wenden Sie sich bitte an einen entsprechend qualifizierten Berater.

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