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Kettner Edelmetalle
04.06.2026
21:36 Uhr

„Libyen gehört den Libyern“: Wenn ein Krisenstaat klarere Worte findet als Berlin

Manchmal genügt ein Blick über das Mittelmeer, um zu erkennen, wie verkehrt die Welt geworden ist. In Tripolis, der Hauptstadt eines Landes, das seit dem Sturz Gaddafis im politischen Chaos versinkt, sind am Donnerstag, dem 4. Juni, hunderte Menschen vor das Büro des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR gezogen. Ihre Forderung war so unmissverständlich wie unbequem für all jene, die in den westlichen Hauptstädten von grenzenloser Willkommenskultur träumen: Sie verlangten die Schließung des UNHCR-Büros und riefen Parolen wie „Libyen gehört den Libyern“.

Ein zerrüttetes Land setzt Grenzen – Deutschland diskutiert noch

Die Demonstranten hielten Schilder hoch, auf denen Sätze standen, die in Deutschland sofort einen Sturm der Entrüstung auslösen würden. „Unsere Liebe zu unserem Land ist kein Rassismus“ war dort zu lesen, ebenso wie die drastische Botschaft: „Libyen ist nicht der Mülleimer der Welt.“ Man muss diese Wortwahl nicht teilen, doch sie offenbart eine bemerkenswerte Wahrheit. Selbst ein durch Bürgerkrieg und Machtkämpfe gespaltener Staat besitzt offenbar noch jenen Selbsterhaltungstrieb, der hierzulande als verpönt gilt.

Die Protestierenden warfen der UN-Organisation vor, sie wolle, dass sich irreguläre Migranten dauerhaft in ihrem Land niederlassen. Eine Sorge, die in Deutschland längst bittere Realität geworden ist, während Politiker noch über die richtigen Formulierungen streiten.

900.000 Migranten – Libyen als Transitschleuse nach Europa

Libyen ist seit Jahren das große Sprungbrett für irreguläre Migration über das Mittelmeer Richtung Europa. Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration hielten sich Mitte 2024 rund 900.000 Migranten und Flüchtlinge in dem nordafrikanischen Land auf. Viele von ihnen flohen vor dem brutalen Krieg im Sudan. Es ist genau jene Route, über die seit Jahren Menschen in Schlauchbooten ihr Leben riskieren – angelockt von Schleppern und der trügerischen Hoffnung auf das europäische Sozialsystem.

Ein Land im Bürgerkrieg zieht klarere Linien als die EU mit all ihren Beamten, Gipfeln und Sonntagsreden.

Brüsseler Abschiebezentren: Späte Einsicht oder Symbolpolitik?

Bemerkenswert ist, dass die EU ausgerechnet in diesen instabilen Staaten ihre Rettung sucht. In den vergangenen Jahren wurden Abkommen mit Ländern wie Libyen und Tunesien geschlossen, um die irreguläre Migration einzudämmen. Zuletzt sei Libyen sogar als möglicher Standort für Abschiebezentren außerhalb der EU ins Gespräch gebracht worden – dorthin sollten Asylbewerber „zurückgeführt“ werden, deren Anträge abgelehnt wurden, die sich aber nicht in ihre Herkunftsländer abschieben ließen.

Man fragt sich unweigerlich: Warum braucht es erst den Umweg über ein vom Bürgerkrieg zerrissenes Land, um endlich Ordnung in die europäische Asylpolitik zu bringen? Die Antwort liegt auf der Hand. Jahrelang wurde jede Forderung nach geordneten Grenzen reflexartig als unmenschlich gebrandmarkt. Nun, da die Folgen unübersehbar sind, übernimmt Brüssel kleinlaut genau jene Positionen, die zuvor verteufelt wurden.

Eine unbequeme Lektion aus Tripolis

Die Bilder aus Tripolis sollten den Verantwortlichen in Berlin und Brüssel zu denken geben. Während in Deutschland die Debatte um Migration weiterhin von ideologischen Scheuklappen bestimmt wird, formuliert ein zerrütteter Staat seine Interessen mit einer Klarheit, die hierzulande verlernt wurde. Ein Großteil der deutschen Bevölkerung wünscht sich längst eine Politik, die wieder die eigenen Bürger in den Mittelpunkt stellt – und nicht das Prinzip der grenzenlosen Aufnahme über alles erhebt.

Die wahre Frage lautet daher nicht, ob ein Land das Recht hat, seine Grenzen zu schützen. Diese Frage beantwortet selbst Libyen längst eindeutig. Die wahre Frage lautet, wann auch die deutsche Politik den Mut findet, dasselbe zu tun – bevor die Geduld der Bürger endgültig erschöpft ist.

Stabilität in unruhigen Zeiten

In einer Welt, in der ganze Staaten ins Wanken geraten, Migrationsströme außer Kontrolle scheinen und politische Gewissheiten zerbrechen, suchen viele Menschen nach Beständigkeit. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben über Jahrhunderte hinweg bewiesen, dass sie auch in Krisenzeiten ihren Wert bewahren. Als krisenfeste Beimischung in einem breit aufgestellten Vermögensportfolio bieten sie eine greifbare Sicherheit, die kein Papierversprechen und keine politische Verheißung je ersetzen kann.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Er gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Leser ist aufgefordert, eigene Recherchen anzustellen und bei Bedarf einen qualifizierten Fach-, Rechts- oder Steuerberater hinzuzuziehen. Für getroffene Anlageentscheidungen ist jeder Anleger selbst verantwortlich.

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